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Großer Ansturm bei den Tierfreunden

Tag der offenen Tür 2009 lockte rund 400 Besucher in die Tierauffangstation

Das hätten sich die Tierfreunde Brucker Land nicht träumen lassen: Zum Tag der offenen Tür in der Tierauffangstation in Überacker strömten trotz Wahl und Wiesn sogar noch mehr Besucher als im vergangenen Jahr. Rund 400 Gäste, darunter viele Kinder, drängten sich bei strahlendem Sonnenschein um die großen Freigehege, um Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen beobachten zu können. Auch Maisachs Bürgermeister Hans Seidl kam zu einer Stippvisite vorbei und wünschte gutes Gelingen.

Die Tierfreunde hatten die Station für den großen Tag besonders herausgeputzt und für das Kuchenbüfett und den Infostand Zelte aufgebaut. Auch die vierbeinigen Stars spielten mit: Besonders zutrauliche Katzen holten sich am Gitter der Gehege von den Besuchern sogar Streicheleinheiten ab und stellten nur die Haare auf, wenn ein Hund vorbeikam. Die Kaninchen ließen sich in ihren Luxusbehausungen seelenruhig bewundern und mümmelten unbeeindruckt an Haselnuss- und Buchenzweigen. Nur die Meerschweinchen zogen sich zeitweise in ihre Häuschen zurück und zwangen die Besucher, die sie sehen wollten, dadurch in die Knie. Trotzdem waren alle von den Nagern und ihrem neuen Freigehege, das erst in diesem Sommer fertiggestellt wurde, begeistert: „Da wäre man gerne Meerschweinchen“, meinte die Mutter der neunjährigen Julia T. aus Gernlinden, und die 81-jährige Katharina W. lobte: „Das ist ja wunderbar angelegt.“ Eine weitere Attraktion waren die kleinen Miezen im Gebäude, die sich zum Entzücken von Groß und Klein spielerisch über die Kratzbäume jagten und herumbalgten, und selbst die Chinchillas im Untergeschoss lockten viele Neugierige an, die hofften, einen Blick auf die am Tag schlafenden nachtaktiven Nager zu erhaschen.

Nachdem die letzten Besucher gegangen waren, zog Heidi Minderlein, Vorsitzende der Tierfreunde Brucker Land e.V., zufrieden Bilanz: „Unser Tag der offenen Tür hat schon viele treue Freunde gewonnen. Ein großer Teil der Gäste war auch schon im letzten Jahr bei uns, und sie haben mir gesagt, wie gut es ihnen wieder gefallen hat. Viele Besucher lobten die großzügigen Tiergehege und die schön gestaltete Anlage.“ Der Erlös aus Kuchenbüfett und Flohmarkt, aus dem Verkauf des neuen Tierschutzkalenders und von Selbstgestricktem, dazu die Großzügigkeit mancher Tierfreunde, die das Sparschwein fütterten: Das alles hilft dem Verein, der auf Spenden angewiesen ist, wieder ein Stück weiter. Und noch einen Erfolg kann Heidi Minderlein verbuchen: “Wir haben eine beachtliche Liste von Interessenten, die sich in eines unserer Tiere verliebt haben und es bald als neuen Hausgenossen abholen wollen.“